VELOA -
Frauen fürs Radfahren gewinnen

VELOA - FRAUEN FÜRS RADFAHREN GEWINNEN

Radfahren ist nicht für alle gleich einfach – und genau das ist unser Thema. Mit VELOA bringen wir Forschung und Netzwerk zusammen, um die Frauen für das Fahrradfahren zu begeistern.

Projektübersicht

Worum geht es bei VELOA?

Viele Frauen fahren kein Rad. Nicht weil sie nicht wollen – sondern weil das System sie nicht mitnimmt. Das wollen wir ändern.
Mit VELOA gehen wir der Frage nach, was Frauen wirklich vom Radfahren abhält. Nicht abstrakt, sondern konkret: Welche Barrieren stehen welchen Frauen im Weg? Was braucht es, damit Radfahren für alle zur echten Mobilitätsoption wird?

Das vom Bundesministerium für Verkehr (BMV) geförderte Modellvorhaben untersucht, welche Frauengruppen im Radverkehr besonders unterrepräsentiert sind, was sie vom Radfahren abhält – und wie sich das grundlegend ändern lässt.

Projektzeitraum: November 2025 – Oktober 2028
Förderung: Bundesministerium für Verkehr (BMV), 100 % Bundesmittel aus dem Nationalen Radverkehrsplan
Gesamtvolumen 702.624 Euro

Projektinhalt

VELOA untersucht, warum bestimmte Frauengruppen wenig oder gar nicht Rad fahren, wie mehr Frauen für das Radfahren begeistert werden können und wie sie sich besser in den kommunalen Planungsprozess einbeziehen lassen. 

Wer ist gemeint?

Drei Gruppen stehen im Mittelpunkt, die bisher viel zu selten in der Radverkehrsplanung vorkommen:

  • Frauen mit Migrationsgeschichte (zweite und dritte Generation)
  • Frauen, die Sorgearbeit leisten
  • Unternehmerinnen

Für ein inklusives Verkehrssystem ist es wichtig, unterschiedliche Zielgruppen zu betrachten und zu verstehen, was diese Gruppen selbst bei guter Infrastruktur vom Radfahren abhält.

vier zentrale fragen

Das Projekt sucht Antworten auf:

  1. Was hindert Frauen verschiedener Gruppen am Fahrradfahren?
  2. Wie können mehr Frauen dazu ermutigt werden, das Fahrrad zur Regel zu machen?
  3. Wie können kommunale Radverkehrsfachleute von den Erkenntnissen profitieren?
  4. Wie kann die Radverkehrsförderung insgesamt gender-sensibler werden?

Methodik

Was wir tun und wie: Peergruppen und kommunale Einbindung

Wir forschen – aber wir lassen es nicht dabei. Die Erkenntnisse aus VELOA fließen direkt in kommunale Planungsprozesse ein. Frauen werden nicht nur befragt, sie gestalten mit. Gemeinsam mit Peer-Organisationen, die echten Zugang zu den Zielgruppen haben, entstehen Maßnahmen, die wirklich passen – und nicht am Reißbrett entwickelt wurden.

Gleichzeitig werden die Frauen aktiv in die kommunale Radverkehrsplanung eingebunden. So entstehen nicht nur zielgruppenspezifische Maßnahmen, die Barrieren abbauen – vielmehr kann gemeinsam mit den teilnehmenden Frauen ein Beteiligungs- und Planungsprozess entstehen. Weiter nutzen wir das Netzwerk von Women in Cycling Germany und seine lokalen Hubs, Reichweite und Kommunikationskanäle um über VELOA zu berichten und die Mitglieder zu aktivieren.

Skalierung

Von lokal zu national: Skalierung über Netzwerke

Wir wollen aktivieren und begeistern – und nutzen dabei die bereits bestehenden Strukturen, wie beispielsweise des Netzwerks von Women in Cycling Germany.

Hier wollen wir einhaken und mit VELOA aus einem Projekt mit Modellcharakter skalierbare, übertragbare Ergebnisse entwickeln. Gleichzeitig motivieren und aktivieren wir wie Community, sich einzubringen, indem Kommunikationskanäle bespielt werden und so auf ein bestehendes, großes Netzwerk aus Expert:innen zurückgegriffen werden kann.

Projektverantwortliche

Projektteam und Fördergeber

VELOA ist ein gemeinsames Projekt der Universität Kassel (Fachgebiet Radverkehr und Nahmobilität, Prof. Dr. Angela Francke) und der Velo Stiftung gGmbH. Mit dabei: Mobycon als internationale Expertise. 

Projektträger: Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM)

Zuwendungsgeber: Bundesministerium für Verkehr

Laufzeit: 2025 bis 2028